Nux Vomica

Das Mittel Nux Vomica hat ein breites Wirkspektrum für akute und chronische Erkrankungen. Es wird häufig eingesetzt, um die Folgen anderer Medikamente oder auch anderer Homöopathika auszugleichen und stellt das Gleichgewicht im Organismus wieder her.

Hergestellt wird es aus der Frucht des Brechnussbaumes (lat. nux = Nuss, vomere = erbrechen), ein mächtiger Baum heimisch in Südostasien und Westafrika. Die derbschaligen Beeren enthalten schiebenförmige Samen; diese sind hochgiftig. Der hohe Gehalt an Strychnin ist verantwortlich für eine gesteigerte Nervenerregbarkeit mit Krämpfen, Zittern, Opisthotonus und schliesslich Lähmungen. Früher wurde Strychnin als Rattengift und auch als Mordgift eingesetzt.

Nux vomica ist ein Mittel zur Klärung eines Falles und auch ein wichtiges Konstitutionsmittel. Wie der Verlauf einer Strychninvergiftung, liegt beim Patienten oft eine verkrampfte Anstrengung vor, mit hoher Erregbarkeit und Reizüberempfindlichkeit, die schlussendlich aber effektlos bleibt, und in apathischer Teilnahmslosigkeit und Lähmung endet. Schwerpunkte für die Anwendung des Mittels sind alle Arten von Stress und Reizüberflutung und Vergiftungen.

Die Krankheitsbilder sind oft einhergehend mit gesteigerter Reizbarkeit, Berührungsempfindlichkeit, die Patienten sind lichtscheu und geräuschempfindlich. Ein häufiges Begleitsymptom ist Schwäche der Hinterhand und schleppender Gang.

Die Symptome sind besser abends und in einer ruhigen und warmen Umgebung, sie verschlimmern sich häufig morgens und bei starken Sinnesreizen wie Lärm, grellem Licht und starken Gerüchen.

Bewährte Indikationen für den Einsatz von Nux vomica:

  • Verdauungsbeschwerden nach verdorbenem Futter, Vergiftungen, Medikamenten oder schlecht vertragenen Narkosen
  • Schädigungen von Niere und/oder Leber durch toxische Belastungen (Entwurmungen, Entzündungshemmer)
  • Allgemein nach Behandlung mit Antibiotika oder nach Impfungen